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Glossar


Jelks kleines LARP-Lexikon
Vorbemerkung
Dieses Glossar zum Fantasyliverollenspiel versteht sich als eine Einführung in den Sprachgebrauch der Liverollenspieler, der für Außenstehende und Neueinsteiger meist einen zunächst unverständlichen Code darstellt, ohne eine erschöpfende Definition des Spiels an sich geben zu wollen. Das Glossar beschränkt sich jedoch nicht nur auf wesentliche Begriffe des FantasyLARP, sondern enthält auch Ausdrücke aus dessen näherem Umfeld, die zum Verständnis des Spiels hilfreich sein können. Die zahlreichen speziellen Termini insbesondere aus den Regelwerken des Pen&Paper wurden nicht aufgenommen, ebenso wenig wurden regionale Besonderheiten berücksichtigt. Zur Erklärung solcher weiterführend für das FantasyLARP typischen Elemente wie "Gift", "Falle", "Schloss", "Rüstung", "Adel", zu Details der "Magie" usw. sei auf die jeweiligen Regelwerke verwiesen.

2004 © Ronja Flick

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- A -
AbenteuerSpieleinheit des FRSp. Häufig synonym verwendet zu Plot. Komplette Handlung eines P&P oder LARP.
AbenteuerconCon, der auf die Lösung der Plots konzentriert ist, und bei dem Kampf häufig eine untergeordnete Rolle spielt.
AbenteurerEine (Haupt)figur im FRSp. IdR ein SC. Auch als Held oder Protagonist bezeichnet.
AD&DAbkürzung für Advanced Dungeons & Dragons, Nachfolger des ersten Pen&PaperRegelwerks Dungeons & Dragons. Titel des Spiels in Deutschland.
Ambiente; ambientigKostüme, Requisiten und Verhaltensweisen, die auf einem Con äußerlich die dem jeweiligen Genre (zB Fantasy) entsprechende Spielwelt konstituieren. Das Herstellen des Ambientes als "Spielstimmung" oder "Spielathmosphäre" zielt auf größtmögliche Authentizität ab.
AmbienteconFantasyLARP, bei dem das Erleben der Spielwelt und die freie, nicht an einen Plot gebundene Interaktion der Charaktere im Vordergrund steht. Da der Plot, sofern es überhaupt einen gibt (zB um eine diplomatische Verwicklung, jedenfalls nicht auf eine Endschlacht abzielend), zweitrangig ist, wird auf die Herstellung des Ambientes besondere Sorgfalt verwendet.
AusklangZeit zwischen dem Ende eines Cons und dem endgültigen Ausstieg der Spieler aus der Spielwelt, verbunden mit dem Ablegen des Charakters. Ein Con hat zumeist keinen abrupten Schluss, da die Teilnehmer oft erst langsam wieder in die Alltagswelt zurückkehren.
Authentizität; authentischIm FantasyLARP gebraucht für Kostüme, Requisiten und Verhaltensweisen, die historischen Gegebenheiten entsprechen, meistens in Bezug auf das europäische Mittelalter, aber auch auf die keltische Kultur Irlands und Britanniens u.a. In anderen Rollenspielgenres gebraucht für das der jeweiligen Vorlage (zB Fernsehserie) Entsprechende.
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- B -
Briefing; briefenInformationsgespräch zwischen SL und NSCs, bei denen diese Anweisungen zu ihren Aktionen in Bezug auf den Plot des jeweiligen Cons erhalten.
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- C -
CharAbkürzung für Charakter.
CharakterOberbegriff für SCs und NSCs. Die Bezeichnung "Charakter" wurde aus den ursprünglichen englischsprachigen Regelwerken übernommen. Der englische Begriff "character" bedeutet "Kennzeichen", "Qualität" und "Anlage", "Natur", "Wesen(sart)", und wird im FRSp in der Bedeutung "(handelnde) Person", sowie "Rolle" oder "Figur" (in einem literarischen bzw. dramatischen Zusammenhang) verwendet.
CharakterbogenDokument, auf dem alle Informationen über einen Charakter festgehalten sind (Name, körperliche Attribute (im P&P), Fertigkeiten etc.).
CharakterebeneEbene des Informationsflusses zwischen den Charakteren und Handlungsebene innerhalb der fiktiven Spielwelt eines FRSp, in der die Wahrnehmungen, Fertigkeiten, das Wissen und die Handlungen eines Charakters stattfinden, und die idR strikt von der Spielerebene zu trennen ist.
CCGAbkürzung für Collectible Card Game (dt. Sammelkartenspiel). Auch Trading Card Game (TCG). Das erste derartige Spiel war Magic - The Gathering, welches v.a. thematisch und auch konzeptionell an das FRSp anschließt.
CheckInUnmittelbar nach der Ankunft der Teilnehmer und vor Beginn des eigentlichen Cons, Anmeldebestätigung für die Spieler und Überprüfung der SCs (mittels der Charakterbögen), teilweise Zahlung des Conbeitrages durch die Spieler, sowie Waffencheck durch die SL, Klärung organisatorischer Fragen wie Unterbringung etc., teilweise individuelle Einweisung eines Spielers in den Plot.
class and level systemSpielsystem des P&P, das SCs mittels ihrer Klassen und der zugehörigen begrenzten Anzahl von Fertigkeiten definiert. Typisches Bsp. ist D&D. Fertigkeiten können in solchen Spielsystemen nicht beliebig erweitert werden, sondern nur jeweils zum Zeitpunkt des Eintritts in das nächsthöhere Level bei einer festgesetzten Anzahl von EPs.
Con, das oder der (auch die)Abgeleitet von Convention (dt. die Versammlung oder das Treffen). Allgemein Bezeichnung für einen Kongress von Rollenspielern zum gemeinsamen Durchführen verschiedener Spiele, zB P&P, Tabletop oder Brettspiele. Im Speziellen Bezeichnung für die Zusammenkunft von Spielern zur Durchführung eines LARP, das drei Tage oder länger in Anspruch nimmt, in diesem Fall auch als "Live" bezeichnet. Neben dem herkömmlichen Abenteuercon lassen sich im LARP auch Hofhaltungscon oder Schlachtencon unterscheiden, häufig findet man jedoch "Mischformen".
ConbeitragGeldbetrag, der von den Spielern gezahlt wird, um ein Con zu finanzieren, womit die Veranstalter desselben (Orga), häufig freie Gruppierungen oder gemeinnützige Vereine, idR keinen Gewinn erzielen.
Contag, SpieltagEinheit, nach der ermessen werden kann, wie "erfahren" ein SC ist, gibt Auskunft über die Anzahl und Ausprägung der Fertigkeiten, die dem SC in seiner gewählten Klasse zur Verfügung stehen. Entstand aus der Praxis, im LARP EPs für jeden Tag, an dem ein SC am Spiel teilnimmt, zu vergeben.
Convention (dt. Versammlung)Versammlung von Fans eines Spielgenres oder eines literarischen Genres bzw. Werks, Zusammenkunft insbesondere von Fans einer Fernsehserie oder eines Kinofilms (zB Star Trek, Xena - Warrior Princess, Star Wars etc.), zum gegenseitigen Informationsaustausch, mitunter mit Messe- und Seminarcharakter, v.a. mit Showcharakter durch Aufritte und Vorträge von Schauspielern und anderen Mitarbeitern des jeweiligen Films oder der jeweiligen Serie.
CthulhuLARPBasiert auf dem P&P Cthulhu, das auf den sogenannten CthulhuMythos zurückgeht, der in Nachfolge des HorrorRomans The Call of Cthulhu von Howard Phillips Lovecraft (1890-1837) durch verschiedene Autoren als "shared world" der phantastischen Literatur entwickelt wurde. Das Wesen "Cthulhu" repräsentiert eine böse, übermenschliche Macht, deren Bedrohung die Menschen als fiktive Figuren letztlich erliegen müssen. Das Ambiente des Rollenspiels Cthulhu ist im späten 19. oder (meist frühen) 20. Jahrhundert angesiedelt. Als LARP wird Cthulhu idR in Innenräumen durchgeführt und ist in seiner Handlungsstruktur vergleichbar mit "Crime Dinners" oder "Murder Mysteries", bei denen die Gäste mysteriöse Verbrechen aufzuklären versuchen, mit dem Unterschied, daß die Teilnehmer dieser Detektivspiele nicht unbedingt Rollen annehmen bzw. als Charaktere handeln.
CyberpunkScience Fiction Genre des P&P, das auch als LARP gespielt wird. Hintergrund ist eine düstere Zukunft, in der die Welt von Megakonzernen kontrolliert wird. Ein in Deutschland weit verbreitetes Spielsystem dieses Genres ist Shadowrun, hier sind auch Fantasyelemente enthalten.
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- D -
D&DAbkürzung für Dungeons & Dragons. Titel des Spiels in Deutschland.
Das schwarze AugeFRSp. Neben AD&D bzw. D&D das in Deutschland gebräuchlichste Pen&PaperRegelwerk mit Fantasyhintergrund. 1984 von Ulrich Kiesow u.a. für Knaur und Schmidt Spiele entwickelt.
Dieberei; diebenIm Gegensatz zu tatsächlichem Stehlen Spielaktion im FantasyLARP, bei der ein Charakter (der häufig der Klasse "Dieb" und verwandten Klassen oder einer entsprechenden Rasse angehört) einem anderen einen Gegenstand oder in time Geld entwendet. Gediebte Dinge werden bei der SL oder in time einem Hehler abgegeben bzw. registriert. Das gestohlene Gut kann innerhalb des Spiels ausgelöst oder zurückgekauft werden (zB bei Wirten oder Händlern), oder es wird nach Ende des Spiels out time zurückgegeben.
DKWDDK, DKWDKAbkürzung für Du kannst was du (darstellen) kannst.
DragonSys (DS)Neben That's Live oder Silbermond eines der meistgespielten Regelwerke für FantasyLARP in Deutschland. Skillsystem, bei dem Fertigkeiten und andere Eigenschaften von den Charakteren durch EPs erworben werden können. Erscheint als einziges Regelwerk des LARP in Buchform mit Ergänzungsbänden über Magie etc., ähnlich wie die Regelwerke des P&P.
DSAAbkürzung für Das schwarze Auge.
Du kannst was du (darstellen) kannstAuch als Real Live oder Real Fantasy bezeichnet. Durch dieses "Regelwerk" werden im LARP die Festlegungen (in Zahlenwerten) für die einzelnen Charaktere reduziert, da diejenigen Fertigkeiten für einen SC anerkannt werden, die dessen Spieler darzustellen fähig ist (zB Schleichen, Singen etc.). Die Fertigkeiten sind damit nicht mehr unbedingt abhängig von der gewählten Klasse. Das "Erlernen" von Fertigkeiten hängt nicht von der Menge der gesammelten EPs ab, sondern von der Erweiterung der tatsächlichen Fähigkeiten des betreffenden Spielers (zB durch Kampftraining). Das Einsetzen der Fertigkeiten erfolgt allein aufgrund der Selbsteinschätzung des Spielers und der Qualität seiner Darstellung. D.h. auch, dass alle Aktionen, die dargestellt werden können, im Bedarfsfall dargestellt werden müssen (im P&P würde man sie lediglich beschreiben). Ausgenommen von diesen Regeln sind mitunter nicht darstellbare Aktionen wie bestimmte Kampfhandlungen oder gewisse Arten von Magie, die wie in den ursprünglichen Skillsystemen durch Beschreibung, Andeutung dargestellt und durch Punkte geregelt werden.
Dungeon (dt. Verlies)(Unterirdisches) Labyrinth, das mit Fallen, Monstern und anderen Prüfungen für die SCs versehen ist, in dem aber auch Schätze o.ä. versteckt sind, für FRSp typisches Element des P&P, im LARP vor allem auf Großcons zu finden.
Dungeons & DragonsFRSp. Das erste Regelwerk für P&P als Rollenspiel mit Fantasyhintergrund überhaupt, 1973 von Gary Gygax u.a. in den USA entwickelt, 1974 beim eigens gegründeten Spieleverlag TSR (Tactical Studies Rules) veröffentlicht.
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- E -
EinladungsconCon, an dem ausschließlich von der Orga geladene Personen teilnehmen, meist Cons mit einer geringen Teilnehmerzahl von bis zu 60 Spielern.
EndschlachtKampf zwischen zwei größeren Verbänden, idR SCs gegen NSCs, der ein Con abschließt.
EPsAbkürzung für Erfahrungspunkte.
Erfahrungspunkte"Gewinn" im FRSp. Aufgrund der Anzahl der EPs erfolgt ein Aufstieg des SC auf das nächsthöhere Level bzw. wird ihm allgemein die Erweiterung seiner Fertigkeiten ermöglicht. EPs werden vom Spielleiter nach Bewertung des Einsatzes eines SC in einem Abenteuer vergeben, basierend auf der Zahl der von ihm besiegten Gegner, der Menge der "Schätze", die er anhäufen konnte, und seinem Anteil an der Lösung des Plots. Im LARP werden die EPs außerdem aufgrund der darstellerischen Leistung des SC vergeben, für jeden Spieltag (Contag), an dem er teilgenommen und "überlebt" hat.
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- F -
FantasyrollenspielAllgemeine Bezeichnung, die P&P und LARP des Genres Fantasy umfasst.
Fertigkeiten, FähigkeitenErgeben in ihrer Gesamtheit das Profil und die Spielmöglichkeiten der Charaktere und erlauben diesen per Regel bestimmte Aktionen zu vollziehen, während ihnen andere untersagt sind, so haben magiebegabte Charaktere idR begrenzte Fähigkeiten im bewaffneten Kampf, ebenso wie Kämpfer idR keine Magie wirken können usw. Die unterschiedliche Gewichtung der Fähigkeiten schafft Interaktionsmöglichkeiten und Chancengleichheit unter den Charakteren.
FigurIm FRSp synonym zu Charakter.
FRSpAbkürzung für Fantasyrollenspiel.
Fumble (dt. vermasseln)Patzer
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- G -
Gesinnung (engl. alignment)Als Regelelement Besonderheit von D&D, die von nachfolgenden Spielsystemen kaum übernommen wurde. Gesinnung ist eine Grundeigenschaft der Charaktere, sie legt deren Moral und ethische Haltung fest, was Vorgaben für die Motivationen und Verhaltensweisen der SCs und NSCs nach sich zieht. Die Skala der möglichen Gesinnungen reicht von chaotisch gut, rechtschaffen gut, neutral gut über rechtschaffen neutral, neutral, chaotisch neutral zu rechtschaffen böse, neutral böse, chaotisch böse. Die damit geschaffene Möglichkeit, ausgewiesen böse SCs zu spielen und entsprechende Verhaltensweisen aus den Regeln heraus als im Spiel legitim zu begründen, wurde von den Gegnern des FRSp kritisiert, da hiermit unethisches Handeln erlernbar werde, ohne dass die Spieler mit den Konsequenzen ihrer Handlungen konfrontiert würden. Abgesehen von D&D können Charaktere im FRSp generell eine Gesinnnung besitzen, "gute" oder "böse" Haltungen einnehmen, bzw. sich ethisch und moralisch an psychologisch-realistischen Verhaltensvorstellungen orientieren, oder sich andererseits einem märchenhaften Archetyp annähern, ohne dass dies Bestandteil der Spielregeln ist.
GewandungBezeichnung für das Kostüm im (Fantasy)LARP, zB Kettenhemden, Roben, Schuhe, Beutel etc.
GroßconCon mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Teilnehmern, die in Lager eingeteilt sind mit jeweils eigener SL. Auf Großcons liegt die Spielinitiative im wesentlichen bei den SCs, der Plot kreiert Aufgaben und Konflikte zwischen ihren Untergruppierungen, so dass NSCs in geringerem Maß in Erscheinung treten, während bei gewöhnlichen Cons das Verhältnis beider Gruppen meist etwa 1:1 ist.
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- H -
(Charakter)HintergrundBeschreibung eines Charakters, seiner fiktiven Vorgeschichte bzw. "Lebensgeschichte" und der sich daraus ergebenden "Persönlichkeitsaspekte" auf der Charakterebene, die zur Einschätzung und Begründung seines Verhaltens und seiner Aktionen in time dienen. Der Hintergrund ist zunächst nur dem betreffenden Spieler und dem Spielleiter bzw. der SL bekannt, und kann von anderen Charakteren durch Interaktion in time in Erfahrung gebracht werden.
HNSC, HalbnichtspielercharakterAuch HNPC (half non player character). Spieler auf einem Con, der zeitweise als NSC fungiert, aber eigentlich als SC teilnimmt.
Hofhaltungscon, höfischer Con, HofconFantasyLARP, dessen Plot in einer höfischen Umgebung situiert ist und daher häufig in entsprechenden Gebäuden (Burgen, Schlösser etc.) stattfindet. Der Plot konzentriert sich auf die gesellschaftlichen Strukturen der Hintergrundwelt (zB politische Intrigen). Kampf findet oft in geringerem Maß statt (zB bei Turnieren oder Wettspielen), zugunsten von Handlungselementen wie Audienz, Ball, Bankett etc. Vgl. Ambientecon.
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- I -
IndoorLiverollenspielLiveIndoorRoleplaying (LIRP), findet in geschlossenen Räumlichkeiten mit einer geringen Teilnehmerzahl statt. Die Spieler sind nicht oder nur zum Teil kostümiert, NSCs treten nur in geringem Maß in Erscheinung. Form des Rollenspiels, die zwischen dem fast ausschließlich imaginativen Spiel in verbaler Interaktion des P&P und dem imaginativen und darstellenden Spiel in leiblicher Interaktion des LARP angelegt ist.
in time (ursp. in game), in playZeitraum, in dem sich alle dafür bestimmten Gegenstände, Bauten etc. innerhalb der Realität der Spielwelt eines Cons befinden, und in dem die Teilnehmer ihre Charaktere ausspielen.
in time Zone, Spielzone(Durch Konsens der Teilnehmer) abgegrenzter Raum, in dem während eines Cons in time Spielhandlungen stattfinden. Unterschieden von speziell gekennzeichneten out time Zonen. Vgl. Spielzone.
ITAbkürzung für in time.
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- K -
KampagneIm FRSp eine Abfolge mehrerer zusammenhängender Abenteuer, die gemeinsam eine abgeschlossene Geschichte ergeben. Wird idR vom selben Spielleiter mit den selben Spielern gespielt. Im FantasyLARP meist nur durch den Zusammenschluss mehrerer Veranstalter möglich, die sich auf eine gemeinsame Hintergrundwelt einigen. Cons dieser Veranstalter finden zwar weiterhin inhaltlich und organisatorisch unabhängig voneinander statt, ordnen jedoch den jeweiligen Plot in den Zusammenhang der übergreifenden Hintergrundwelt ein. So wird den SCs die Möglichkeit zu einer größeren Kontinuität und Einheitlichkeit ihrer "Erfahrungen" und Hintergrundgeschichten gegeben, die diplomatischen und politischen Komponenten im LARP werden erleichtert. Beispiele für LARP Kampagnen in Deutschland sind die "Mittellande" oder die "Ostlande".
KampfWird im LARP zwischen den Charakteren ausgespielt. Im Gegensatz zu anderen Rollenspielgenres, in denen Kämpfe, so sie denn überhaupt stattfinden, häufig mit Schusswaffen ausgeführt werden, ist das FantasyLARP eine ausgesprochene "Nahkampf"veranstaltung. Verwendet werden speziell gefertigte Polsterwaffen (Schwerter, Pfeile etc.). Um die Sicherheit der Spieler zu gewährleisten, sind außerdem Kopftreffer und Genitaltreffer sowie meist auch das Zustechen mit der Waffe verboten. Beim sogenannten "Meucheln" (mittels eines angedeuteten Kehlenschnitts) darf die Waffe den Hals des betreffenden Spielers nicht berühren oder nur leicht streifen. Eine weitere Kampfhandlung im Spiel ist das sogenannte "Pömpfen", bei dem der Gegner "bewusstlos geschlagen" wird. Der betroffene Spieler hat diese und andere "Wirkungen" eines Kampfes unmittelbar auszuspielen (indem er sich zu Boden fallen lässt etc.). Der Schaden, den die Treffer mit der Waffe beim jeweiligen Gegner verursacht, wird in Punkten ausgedrückt, die gegen die Rüstungspunkte und Lebenspunkte des jeweiligen Charakters aufgerechnet werden. Da während eines Kampfes jeder zum möglichst korrekten Mitzählen verpflichtet ist, verlässt man sich hier auf das Fairplay der Teilnehmer. Eine problematische Spielhandlung im Kampf ist zum einen der InFight (eigentlich Nahkampf beim Boxen bzw. waffenloser Nahkampf im Sport allgemein), das waffenlose Ringen mit dem Gegner, was von einigen Regelwerken untersagt, sowie von vielen Spielern abgelehnt wird, der Infight darf nur nach vorheriger Ankündigung durch den jeweiligen Spieler und nach Zustimmung durch die SL bzw. den betroffenen Mitspieler ausgeführt werden. Zum anderen ist dies der Sturmangriff (engl. charge), bei dem mit vorgehaltenem Schild die Reihen der "Gegner" eingerannt bzw. einzelne Mitspieler auf diese Weise gerempelt werden. Weil die Möglichkeit des fiktiven "Todes" eines Charakters im LARP durch das Töten im Kampf umstritten ist, wird dies mitunter per Regel nicht zugelassen, der Kampf endet mit der "Kampfunfähigkeit" des Unterlegenen, "getötet" werden darf in diesem Fall nur mit gesonderter Ankündigung des ausführenden Spielers, in der Spielhandlung des sogenannten "Todesstoßes", was die Gefahr des "Charaktertodes" auf einem Con im allgemeinen reduziert.
(Charakter)KlasseProfession eines Charakters, zB Heiler, Magier, Dieb, idR grundständig definiert durch ein standartisiertes Repertoire von Fertigkeiten und Fähigkeiten, aber bis zu unterschiedlichem Grad individuell ausgestaltbar.
Konfrontationssimulationsspiel (KoSim)Strategiespiel, das mit Spielfiguren, die Armeen symbolisieren, auf einem landkartenähnlichen Spielplan durchgeführt wird, um Feldzüge und Schlachten zu simulieren. Vorläufer des Tabletop.
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- L -
LARPAbkürzung für Live Action Roleplay. Häufig synonym gebraucht zu Con.
LARPiLARP, das nur ein bis zwei Tage oder weniger in Anspruch nimmt.
LebenspunkteAuch als Trefferpunkte (TPs) bezeichnet. Beschreiben die körperliche Konstitution, die "Lebenskraft", die ein Charakter besitzt. Können durch das Zufügen von Schaden durch Waffen, Zauber, Gift etc. reduziert werden. Sind sie aufgebraucht und können nicht regeneriert werden (zB durch einen "Heiler"), "stirbt" der Charakter, so dass der Spieler bis auf weiteres aus dem Spiel ausscheiden muss.
Level (dt. Ebene, Stufe)Bestimmt durch die Summe der gesammelten EPs. Beschreibt die Gesamtheit und die Ausprägung der Fertigkeiten, die ein SC in seiner Klasse bei einem bestimmten Status der "Erfahrenheit" besitzt, je höher das Level, desto größer die Fertigkeiten.
LIRPIndoorLiverollenspiel
Live Action Roleplay (LARP)Auch Real Life Role Playing. Allgemeine Bezeichnung für Liverollenspiele aller Genres. Oft synonym gebraucht zu Con. Das LARP konstituiert sich aus dem Zusammenspiel von Ambiente, SCs und NSCs, die unter Beachtung eines Regelwerks ihre Charaktere ausspielen und einen Plot verfolgen.
LiveCon, LARP.
LiverollenspielLARP. Auch LifeRollenspiel, abgeleitet von life (dt. Leben), eigentlich jedoch vom deutschen Fremdwort live (dt. lebendig) ausgehend, das im Sinne von direkt, original, unmittelbar gebraucht wird.
Living History
(dt. lebende Geschichte)
Reenactment
Location (dt. Standort, Platz)Setting
LPsAbkürzung für Lebenspunkte.
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- M -
MagicCCG
MagieKonstitutiver Bestandteil des FRSp. Magie ist hier nicht "real", die Zauber sind fiktiv, "wirken" aber innerhalb der Spielwelt. In den meisten Regelsystemen wachsen die magischen Fähigkeiten eines Charakters mit seiner "Erfahrung" (EPs). Damit er nicht unbegrenzt Zauber wirken und nicht magiekundige Charaktere übervorteilen kann, erhält er eine bestimmte Anzahl von Magiepunkten, die bei jedem Einsatz von Magie aufgebraucht werden, aber regeneriert werden können. Im P&P sind potentiell Zauber von unbegrenzter Macht und Wirkung möglich, im LARP beschränkt man sich idR auf darstellbare Zauber, d.h. magische Tränke müssen tatsächlich "gebraut", "Rituale" tatsächlich abgehalten werden etc.
Meister
(engl. game master, GM oder dungeon master, DM)
Spielleiter, Leiter einer Pen&PaperRunde.
ModulAbenteuer im P&P, das der Spielleiter für eine Spielsitzung vorbereitet hat. Umfasst den Plot und sämtliches Zubehör wie Lagepläne, Landkarten, Fallen, Beschreibungen und Fertigkeiten der NSCs, Schätze, magische Gegenstände etc.
MUDAbkürzung für Multi User Dungeons.
Multi User DungeonsVirtuelles Mehrpersonenrollenspiel, das meist auf Textbasis interaktiv von mehreren Spielen im Internet ausgeführt wird, zB per Chat oder über WWW Seiten, hier manchmal auch mit grafischer Darstellung (3D Worlds).
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- N -
Nichtspielercharakter
(engl. non player character, NPC)
Gegner oder Helfer der SCs in einem Abenteuer. NSCs werden im P&P durch den Spielleiter dargestellt. Im LARP werden die NSCs durch Spieler dargestellt. Im Gegensatz zum SC hat der NSC im LARP Einblick in den von der SL geplanten Plot, muss jedoch von der SL gewünschte Charaktere spielen und kann nicht im gleichen Maß wie die SCs frei agieren. Deshalb leisten NSCs idR einen geringeren Conbeitrag als SCs.
NSCAbkürzung für Nichtspielercharakter.
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- O -
OffLimitout time Zone
OrgaAbkürzung für Organisatoren. Gruppe, die ein Con organisiert und, zumindest teilweise, die SL stellt. Vgl. Conbeitrag.
OTAbkürzung für out time.
out time (ursp. out of game), out playZeitraum, in dem das in time ausgesetzt ist, die Spieler als reale Personen auftreten und sich nicht als SCs in der Spielwelt befinden, etwa in der Zeit außerhalb eines Cons oder bei Unterbrechungen des in time während des Cons bzw. während einer Spielsitzung im P&P. Ist im LARP ein Spieler längere Zeit out time, wird er gekennzeichnet, häufigstes Zeichen sind die über der Brust gekreuzten Arme.
out time BlaseZeitraum während des in time, in dem einige Spieler auf der Spielerebene außerhalb der fiktiven Spielwelt interagieren, was mitunter als Störung des Ambientes empfunden wird.
out time ZoneRaum, in dem out time gilt, also die Spielwelt nicht existiert.
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- P -
P&PAbkürzung für Pen&Paper.
Pappnase(ncharakter) (PNC); pappnasigLiverollenspieler, der auf einem Con allgemein nicht wohl gelitten ist, da er sich absichtlich destruktiv verhält und insbesondere die Regeln wiederholt missachtet.
PatzerFehlgehen einer Spielhandlung, das in time Auswirkungen auf den ausführenden SC hat.
Pen&PaperAuch Papierrollenspiel oder Tischrollenspiel genannt. Gelegentlich begrifflich verwechselt mit Tabletop. Vorläufer und Quelle des LARP. Wird mittels verbaler Interaktion, meist ohne Gewandung und Herstellung eines Ambientes gespielt, im Zentrum steht der Spielleiter, der durch seine Erzählung der Spielhandlung und in Fortführung dieser durch Interaktion mit den Spielern deren Phantasie anregt und lenkt.
play(ed) by mail (PBM)Strategiespiel, das sich dem Tabletop oder dem Rollenspiel annähert, bei dem die Mitspieler von einem Spielleiter per (elektronischer) Post über den Spielstand und die Aktionen der anderen Spieler informiert werden und diesem auf gleichem Weg ihre Spielzüge mitteilen.
PlotGeplantes Abenteuer oder Szenario im Rollenspiel, das mit Hilfe der SCs (und NSCs) mindestens einen variablen Handlungsstrang verfolgt (im LARP innerhalb eines Settings), häufig ergänzt von Nebenplots. Spieleverlage publizieren vorgefertigte Abenteuer für P&P, vorgefertigte Plots für LARP werden, seltener, in Fanzines o.ä. Publikationsorganen veröffentlicht.
Powergamer (PG)Spieler, dessen Spielweise primär auf das Sammeln von EPs abzielt, um die Fertigkeiten zu erweitern, durch die sein SC "mächtiger" wird. Im LARP nicht gern gesehen, da der PG das kompetitive Spiel bevorzugt, und die daraus mitunter resultierende Rücksichtslosigkeit und mangelnde Kooperation und Kommunikation mit anderen Charakteren nicht wie im P&P durch einen Spielleiter unmittelbar reguliert werden können.
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- Q -
QuellenbuchPublikation zu Spielsystemen des P&P, die Beschreibungen der Hintergrundwelt enthält (zB der Monster, Götter, Städte oder Kulturen der Spielwelt).
Quest(e)Im FRSp synonym zu Abenteuer oder Plot.
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- R -
RasseTeil des Charakters, zB Mensch, Elf, Zwerg, Ork, Drow (Dunkelelf) etc. Bringt besondere Eigenschaften, Vorteile und Nachteile mit sich, v.a. im Hinblick auf die Fertigkeiten, hat auch Einfluss auf den Hintergrund.
ReenactmentVeranstaltung, in der das aktive Nacherleben eines historischen Geschehens oder des Lebens einer bestimmten Epoche angestrebt wird. Ursprünglich wurde der Begriff nur auf das Nachstellen von historischen Schlachten (Battle Reenactment) angewendet, welches häufig von europaweit vernetzten Organisatoren veranstaltet wird, um zB die Völkerschlacht bei Leipzig (Napoleon, 1813), die Schlacht bei Hastings (William the Conqueror, 1066) oder die Schlacht "im Teutoburger Wald" (Arminius, 9 n. Chr.) möglichst originalgetreu und detailgenau nachzustellen. Die Darsteller, die oftmals auch vor Publikum spielen, sind an die historischen Vorgaben gebunden, können und wollen kaum rollenspielerische Freiheiten in Anspruch nehmen. Reenactment versteht sich nicht als Spiel, sondern als Form moderner erlebbarer Geschichtsforschung (deshalb auch Living History genannt) und stellt daher höhere Ansprüche an Ausrüstung und Kostümierung der Teilnehmer als das FantasyLARP.
RolleIm FRSp synonym zu Charakter.
RPGAbkürzung für Roleplaying Game (dt. Rollenspiel), übergeordnete Bezeichnung für P&P und LARP aller Genres.
RPGAAbkürzung für Role Playing Games Association. Dachorganisation für Rollenspieler. Die RPGA wurde 1981 vom Spielekonzern TSR (D&D) in den USA gegründet und operiert heute weltweit.
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- S -
SCAbkürzung für Spielercharakter.
SchaukampfChoreographierter Kampf mit Polsterwaffen oder echten Waffen im Reenactment oder im LARP (hier mitunter gegen "Monster"), im professionellen Rahmen auch als Turnier mit Lanzenstechen etc. auf Mittelaltermärkten und ähnlichen Veranstaltungen zu finden, dient zur Unterhaltung der Zuschauer bzw. der Spieler.
SchlachtenconCon, bei das Handlungselement Kampf und das Inszenieren von Schlachten zwischen Verbänden der Charaktere im Vordergrund steht, zu diesem Zweck sind die Plots häufig stärker vereinfacht.
SchlusskampfEndschlacht
SettingEigentlich Bezeichnung für die Gesamtheit der Umgebungsmerkmale, in deren Rahmen bestimmte (zB sozialpsychologische, pädagogische, therapeutische) Prozesse stattfinden oder sich bestimmte Erlebnisse ereignen. Auch synonym gebraucht zu Set als Bezeichnung für den Szenenaufbau mit Requisiten und Dekoration im Film und in der Fernsehproduktion. Im Speziellen Bezeichnung für den entsprechend ambientig hergerichteten Austragungsort des LARP, idR ein größeres, abgelegeneres Gelände, im FantasyLARP etwa eine Burg, ein Zeltplatz oder eine Jugendherberge.
skill based systemRegelsystem des P&P, in dem SCs einzig durch ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten definiert sind. In den meisten dieser Systeme können alle SCs, da es keine Grenzen durch Levels und mitunter auch nicht durch Klassen gibt, potentiell alle möglichen Fertigkeiten "erlernen".
SkillsystemAbgeleitet von "skill" (dt. Fertigkeit). Bezeichnung für Regelwerke des LARP, die, nach Vorbild des P&P, auf Punktesystemen basieren, wie zB DragonSys. Steht im Gegensatz zu DKWD(D)K.
SLAbkürzung für die Spielleitung (den Spielleiter, die Spielleiterin).
SpielbuchAbenteuer für einen Spieler, das einfachen, eigenen Regeln folgt und auch ohne Kenntnis der Rollenspielsysteme "lesend" durchgeführt werden kann, reduzierte Form des P&P.
SpielerTeilnehmer eines FRSp. Träger einer Rolle als SC, im LARP auch als NSC. Neutrale, übergreifende Bezeichnung für (Live)Rollenspieler (SCs, NSCs und SL bzw. Spielleiter).
Spielercharakter
(engl. player character, PC)
Rolle des Spielers im FRSp, die durch Zahlenwerte, die je nach Regelwerk festgelegten Eigenschaften und Fertigkeiten zugeordnet sind, sowie einer auf Basis der jeweiligen Hintergrundwelt und den Charakteristiken der gewählten Klasse bzw. Rasse entsprechenden individuell kreierten "Lebensgeschichte" der Figur (Hintergrund), definiert wird. Die Regelung durch Punkte nimmt allerdings im storytelling und im DKWD(D)K ab, so dass die Kreation eines Charakters, orientiert an den sonstigen Vorgaben des Spiels, der Phantasie des Spielers überlassen bleibt, womit eine größere Breite von inhaltlichen und darstellerischen Varianten möglich wird.
SpielerebeneEbene des Informationsflusses zwischen den Spielern und Handlungsebene innerhalb der "Realwelt" außerhalb eines FRSp, die idR strikt von der Charakterebene zu trennen ist.
SpielgeländeRäumlich abgegrenzter Ort, an dem ein Con stattfindet. Vgl. Setting.
Spielleiter (engl. game master, dungeon master)In Abgrenzung zur SL im LARP im P&P derjenige, der ein Abenteuer vorbereitet und "erzählt", als Schiedsrichter fungiert, während der Spielsitzung die Spielwelt und die NSCs kontrolliert, sowie die Aktionen der SCs (in unterschiedlichem Maße) lenkt und bewertet.
SpielleitungIdR aus mehreren Personen bestehende Instanz, die für die Organisation eines Cons mitverantwortlich ist und während desselben die Einhaltung der Spielregeln gewährleistet, als Schiedsrichter fungiert, die Durchführung des Plots anleitet, sowie allgemein als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum Spielleiter im P&P hat die SL bei einem LARP aufgrund der relativ hohen Teilnehmerzahl jedoch keine Möglichkeit, jeden Charakter in time zu jeder Zeit unmittelbar zu beeinflussen, so dass die SCs in Interaktion mit den NSCs, Verfolgung des Plots, Kreation von Nebenplots etc. selbständiger agieren können.
SpielzoneIm Unterschied zur out time Zone Bereich des Settings, in dem die Charaktere zwar in time interagieren können, in dem aber bestimmte Spielhandlungen wie Kampf und Dieberei untersagt sind, kann zB die in time Taverne oder Schlafplätze betreffen.
SpringerSpieler im LARP, der verschiedene NSCs darstellt, meist "Gegner" wie Orks, Untote etc., welche den SCs Kampfmöglichkeiten bieten, der aber auch als Wache, Bote etc. fungieren kann.
Star Trek LARPAuf dem Hintergrund der US-amerikanischen Fernsehserie Star Trek und deren SpinOffs (Raumschiffe der "Sternenflotte", "Vereinte Föderation der Planeten", feindliche außerirdische Spezies etc.) basierendes LARP des Genres Science Fiction, das meist mit kleineren Gruppen in Innenräumen durchgeführt wird.
storytellingArt und Weise des Spielens von P&P, bei der das regelhafte Spiel zugunsten des kommunikativen Nachvollziehens eines inhaltlich reichhaltigen Abenteuers abnimmt und bei dem die SCs mit ihrem jeweiligen Hintergrund, ihren Fertigkeiten und weiteren Aspekten intensiv ausgespielt werden können.
Szenario (engl. scenario)Im LARP synonym gebraucht zu Plot. Auch synonym gebraucht zu Setting. Der englische Begriff "scenario" wird synonym gebraucht zu "advendture" (dt. Abenteuer).
SzeneEigentlich soziologischer oder theater- bzw. dramentheoretischer Terminus. Bezeichnet die kleinste dramaturgische Einheit eines LARP.
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- T -
TabletopStrategiespiel, das mit Figuren, die Armeeteile symbolisieren, auf einem dreidimensionalen Spielfeld gespielt wird und Schlachten simuliert. Gelegentlich begrifflich verwechselt mit Tischrollenspiel (P&P), aber Vorläufer desselben.
Time Out, StopAusruf, der von jedem Spieler im LARP im Notfall angewendet werden kann, und der einen "Notspielstop" bewirkt, welcher es ermöglicht, auf unvorhergesehene Ereignisse, Unfälle, Regelverletzungen o.ä. zu reagieren. Bezeichnet eine zeitweilige Unterbrechung des in time, in der ein Ablegen der Charaktere und eine Abstraktion vom Spielgeschehen stattfinden, um Spielaktionen anhand der Regelmechanismen zu überprüfen.
Time In(Als Ausruf Signal zur) Aufnahme des Spiels zu Beginn eines Cons und Wiederaufnahme des Spiels nach einem Time Out bei der Spielaktion, bei der das in time unterbrochen wurde.
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Vampire (dt. Vampir)Kurzform für das Spielsystem Vampire - The Masquerade und seine Nachfolger, denen die Hintergrundwelt "World of Darkness" zugrunde liegt, die als P&P (storytelling) und als LARP gespielt werden und sich inhaltlich um phantastische bzw. mythische Gestalten wie Vampire, Werwölfe, Geister usw. entspinnen. VampireLARP weist gegenüber dem FantasyLARP u.a. die Besonderheit auf, dass die Charakterebene nicht in einer nicht definierbaren Zeit an einem nicht definierbaren Ort stattfindet, sondern (zumindest in seiner ursprünglichen Form) "in der Gegenwart", neben der Alltagsrealität. Vampire ist außerhalb des FantasyLARP die wohl präsenteste Form von Liverollenspiel in Deutschland, seltener ist Cyberpunk LARP, wie zB Shadowrun, CthulhuLARP oder Star Trek LARP.
VeranstalterGruppierung oder Verein der ein LARP, Con oder eine Kampagne veranstaltet.
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WaffeAuch Polsterwaffe, Tapewaffe, Pompfe. Wird im FantasyLARP im Kampf verwendet. Abgesehen von Schusswaffen (deren Geschosse ebenfalls gepolstert sind), handelt es sich dabei um einen mit Latexmilch bzw. "Tape" (Gewebeband) überzogenen Schaumstoffgummirohling mit Fiberglaskern, der farbig lackiert wird, um äußerlich einer echten Waffe zu gleichen. Waffen werden häufig von den Spielern selbst hergestellt, können aber auch im Fachhandel erworben werden. Dort werden außerdem sogenannte Vollatexwaffen angeboten, die im Kern aus geschäumtem Latex bestehen, daher härter sind als normale Polsterwaffen und aus diesem Grund auf vielen Cons nicht zugelassen werden (vgl. Waffencheck).
WaffencheckInnerhalb des CheckIn Sicherheitsüberprüfung der von den Spielern zum Gebrauch auf dem jeweiligen Con mitgebrachten Waffen durch die SL im Hinblick auf die Härte des Materials, Spitzen und scharfe Kanten etc.
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(in) zivilIm LARP Bezeichnung für Gegenstände, Kleidungsstücke etc. und letztlich deren Träger, die sich von ihrem Erscheinungsbild her nicht in das Ambiente einfügen.
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